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Ausflug nach Bern

...ins Bundeshaus

Am Mittwochnachmittag, 30. Mai, reisten 28 Gewerbevereins-Mitglieder bei hochsommerlichem Wetter mit dem Zug in die Bundeshauptstadt. Beim Eingang Süd des Bundeshauses empfing uns Robert P. Hilty. Nach etwas Wartezeit wurden wir durch die Sicherheitskontrollen geschleust und mit einem Besucher-Ausweis ausgestattet.

Eine charmante Tessinerin führte uns durch die zum Teil düster wirkenden, jedoch imposanten Mauern des Gebäudes, treppauf und treppab! Im Innern tagte der Nationalrat, welcher am Vormittag hitzig über Schweizer Recht statt fremde Richter (Selbstbestimmungsinitiative) debattiert hatte. Wir besichtigten den Ständeratssaal. Die Wandelhallen sind für die Besucher während der Session geschlossen.

 

 

 

Wussten Sie, dass…

…an der Stelle des heutigen Bundeshauses Ost zuvor das alte Inselspital stand?

…bei Grabungen zur Erweiterung des Gebäudes jüdische Grabsteine zum Vorschein kamen, die zum Friedhof «Judenkilchhof» gehört hatten?

…beim Bau des Gebäudes insgesamt nicht weniger als 30 Gesteinssorten aus 13 verschiedenen Kantonen und Halbkantonen zur Anwendung kamen?

…das jurassische Kantonswappen, drei Jahre nach dessen Gründung 1978, aus farbigem Stuck modelliert und in die Mitte des südlichen Gurtbogens eingesetzt wurde, weil es im Mosaik in der Kuppel, wo die Wappen der damals 22 Kantone (die Halbkantone teilen sich jeweils ein Wappen) angeordnet sind, keinen Platz hatte?

…im Gegensatz zu den meisten Parlamenten im Nationalrat die Hinterbänkler jene Politiker sind, die den grössten Einfluss haben?

…im Ständeratssaal ein schmiedeeiserner, 1,5 Tonnen schwerer und mit 208 Glühbirnen bestückter Kronleuchter hängt? …das Bundeshaus 1881 Anschluss ans Telefonnetz erhielt, und 1974 eine maximale Kapazität von 8‘000 Apparaten aufwies?

…dass die Nationalräte mit ihrer linken und rechten Hand gleichzeitig einen links und rechts platzierten Abstimmungs-Knopf drücken müssen, um Betrug zu verhindern?

Im Kommissions-Sitzungszimmer trafen wir Nationalrat Hansjürg Knecht sowie ganz kurz Frau Nationalrätin Silvia Flückiger (beide Kanton Aargau). Anschliessend hörten wir auf den Tribünen des Nationalrat-Saals rund eine Stunde den untereinander recht laut diskutierenden Nationalräten zu. Thema: Weiterentwicklung des Schengen-Besitzstands. Übernahme der Richtlinie 2017/853 zur Änderung der EU-Waffenrichtlinie. Dabei war es manchmal weit interessanter, dem unruhigen und bewegten Geschehen zuzusehen!

Im Café Fédéral wurde der Durst gestillt und der Tag mit einem feinen Abendessen abgerundet. Es war ein toller Anlass, bei dem wir uns natürlich auch politisch austauschten konnten!

Ein ganz herzliches DANKESCHÖN geht an Robert: Du hast diesen Anlass toll organisiert und uns hervorragend durch den Tag geführt hat!